Das Café Higs ist das selbstverwaltete Schüler*innencafé im Erdgeschoss des Hauptgebäudes der IGS Herder. Mit Unterstützung der Jugendhilfe arbeiten Schüler*innen der Jahrgangsstufen 6 bis 10 in dem Café.
 
Das Café Higs ist das Herzstück der Arbeit der Jugendhilfe und dies sowohl im übertragenen als auch im eigentlichen Sinne, denn das Schüler*innencafé findet man im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, also mitten im Geschehen. Es ist gleichzeitig Aufenthaltsort, Begegnungsfläche und Kioskbetrieb und ist vor allem für die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis 8 eine wichtige Anlaufstelle in den Pausen. Hier kann nicht nur gemütlich gefrühstückt und sich mit Schüler*innen aus anderen Klassen und Jahrgangsstufen ausgetauscht werden, hier steht den Besucher*innen auch eine Vielzahl an Brettspielen und zwei Tischkickertische zur Verfügung, die man nutzen kann. Außerdem kann man in der Mittagspause kleine Snacks und Obst erwerben, dienstags und donnerstags auch frisch zubereitete Dinge, wie belegte Brötchen, Pizza oder Obstsalat.
Das Konzept des selbstverwalteten Schüler*innencafés ist die weitgehend eigenverantwortliche Führung und Verwaltung des Cafébetriebes durch ehrenamtliche Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 6 bis 10. Diese entscheiden nicht nur über Sortiment, Gestaltung des Cafés, Neuaufnahmen etc., sondern müssen in den wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen den Einkauf und Verkauf organisieren, Regeln und Abläufe reflektieren, Veränderungen abstimmen und vieles mehr. Das Caféteam muss sich als demokratisches Gremium mit allen Belangen einer Geschäftsführung auseinandersetzen, ökologische und ökonomische Themen diskutieren und vor allem: sehr viel Spaß miteinander und an der Arbeit im Café Higs haben.
 
Die Rolle der Sozialarbeiter*innen ist hier die partizipative Begleitung der Jugendlichen, die sie sowohl im Café Higs unterstützen als auch während der Caféteamsitzung. Die Caféteamer*innen genießen jedoch einen recht großen Entscheidungsraum, der es ihnen ermöglicht, mehr Verantwortung zu übernehmen, als es in ihrem Alter üblich ist. Das ist auf der einen Seite sehr arbeitsintensiv, auf der anderen Seite erlernen sie dadurch wichtige Schlüsselkompetenzen, die ihnen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Darüber hinaus genießt das Caféteam innerhalb der Schulgemeinschaft gewisse Privilegien.
 
Partizipation und Peergroup-Education sind zwei Grundelemente unserer Arbeit und lassen sich in der Arbeit mit dem Caféteam besonders gut leben und erleben. Je „unnötiger“ die Sozialarbeiter*innen werden, desto bessere Arbeit haben sie gleistet.